Studiengang Versorgungs- und Umwelttechnik

Versorgungstechnik

Rohrleitungen bei VersorgungstechnikDie Versorgungstechnik beschäftigt sich mit Systemen, die für die energetische Versorgung mit Beheizung und Beleuchtung, die stoffliche Versorgung mit Luft und Wasser und die Entsorgung von Abfall und Abwasser in Räumen, Gebäuden und Betriebsstätten zuständig sind. Teilgebiet ist die Technische Gebäudeausrüstung, die auch Gebäudetechnik genannt wird. Die Versorgungstechnik schließt dabei auch Nicht-Gebäude ein, während sich die Gebäudetechnik auch mit Nichtwohngebäuden und Industrieanlagen beschäftigt. Sie wurde und wird vereinzelt auch Haustechnik genannt. Sie soll Gebäude für die Nutzer bewohnbar machen und Sicherheitsaufgaben durch die Ausstattung einer Kanalisation, Stromversorgung und Beleuchtung erfüllen.

Die Teilgebiete der Versorgungstechnik

Mit Hilfe der DIN 276, der Kostengruppe 400 , die auch „Kosten im Hochbau“ (1 1 1)genannt wird, wird eine Kosteneinteilung der technischen Gebäudeausrüstung vorgenommen. Fachleute im VDI-Fachbereich der „Technischen Gebäudeausrüstung“ verwenden diese Gliederung für die Einteilung vieler Richtlinien des VDI. Die Fachausschüsse sind folgende: Die technischen Bedingungen für die Ausstattung und Ausführung sind aufgrund der Vereinheitlichung der europäischen Normen verbindlich einzusetzen. Bauanlagen und Maschinen müssen nach EG Normen in Betrieb genommen werden, die in Gebäude zum Einsatz kommen sollen. In der Bauregelliste unter www.dibt.de kann nachlesen werden, welche technische Gebäudeausrüstung die dazugehöre EG Norm erfüllen muss. Die EG MRL-2006/42 gilt für Maschinensteuerungen von Maschinen, die in Gebäuden eingebaut sind. Die Teilgebiete der Versorgungstechnik sind:

  • Kältetechnik und Kühlung
  • Wärme- und Heiztechnik
  • Reinraumtechnik
  • Sanitärtechnik
  • Raumlufttechnik
  • Elektrotechnik
  • Gebäudeautomationen
  • Aufzugstechnik

Geschichte der Versorgungstechnik

Die Versorgungstechnik war bereits den alten Römern bekannt. Die Wasserversorgung mit Aquädukten und Leitungssystemen zeugen von hohem Niveau. Bei den Kretern wurden Rauchgasen in darunterlegende Kammern durchgeleitet, um Fußbodenheizungen zu betreiben. Die Gebäudetechnik gibt es also schon seit der Antike. Doch wie sieht es heute aus? Sie hat sich über die Jahrhunderte hinweg stetig weiter entwickelt und weist heute eine Vielzahl von Sparten auf, die ein immer größeres Fachwissen erfordern. Deshalb kümmern sich Fachplaner um die Werksplanung. Nur noch die Abnahme der Planungen und deren Koordination werden vom Architekten übernommen. Der Arbeitskreis Maschinen- und Elektrotechnik der AMEV gibt Empfehlungen zum Betrieb, Bau und Planung der Gebäudeausrüstung heraus.

Umwelttechnik

Umwelttechnik, auch Umweltschutztechnik genannt, beschäftigt sich mit Verfahren, die dem Schutz der Umwelt dienen und die bereits geschädigte Ökosysteme wiederherstellen können. Sie werden in den Umweltingenieurwissenschaften entwickelt. Sie beschäftigen sich mit folgenden Dingen:

  • Maßnahmen zur Verringung der Luftverschmutzung
  • Gewässer-, Boden-, Lärm- und Strahlenschutz,
  • effektive Nutzung erneuerbarer Energien
  • Erfassung und Überwachung von Schadstoffen und Umweltschäden
  • Entsorgung (Abfall, Recycling)

Versorgungs- und Umwelttechnik an der TH Zwickau

An der Hochschule Zwickau kann ein Diplom der Gebäude-, Energie- und Klimatechnik erworben werden. Als Vollzeitstudium kann mit der Ausbildung immer im Wintersemester begonnen werden. Zugangsvoraussetzungen sind eine Hochschulzugangsberechtigung (Abitur, Fachhochschulreife, Aufstiegsqualifikation, erfolgreiche Zugangsprüfung, u.a.). Es gibt keine Zulassungsbeschränkung und Gebühren werden nicht erhoben. Im besten Fall hat man das Studium nach 8 Semestern und 240 ECTS-Punkten mit einem Diplom abgeschlossen.